Re: entscheide selbst, was ich bin....

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 06. Juli 2002 19:29:43:

Als Antwort auf: Re: entscheide selbst, was ich bin.... geschrieben von Marius am 06. Juli 2002 17:48:44:

Hallo Marius

>> Ich für meinen Teil glaube, dass Du ein esoterisches Weltbild hast.....

Da muss ich dich enttäuschen. Ich kann die Esoterik nicht ernst nehmen. Im Gegenteil, als interessierter Wissenschaftler bin ich sehr auf Fakten fixiert. Ich habe mich mit den heiligen Schriften auseinandergesetzt. Als heilige Schriften gelten für mich die Torah, die Rigveda, die Evangelien und der Koran. In der Religionswissenschaft sind das Schriften, die von ihren Religionen als die autoritärsten Schriften gelten. Zudem habe ich mich mit der Schriftentstehung befasst und bin dann in Verbindung mit der Religionsgeschichte zu meinem Weltbild gekommen. Eigentlich nicht mein eigenes, sondern das allgemein bekannte Weltbild. Nur die Religionen wollen davon nichts wissen und lehnen diese Fakten ab. Deshalb lehne ich auch die Theologie ab.

Ich bin eben einer von denen, der glaubt, Gott sei ewig und vollkommen. Das steht in der Torah, den Evangelien und dem Koran. Und wenn das so ist, dann ist jede Veränderung an der Lehre Gottes eine Leugnung der Vollkommenheit Gottes. Das heisst für mich, dann sind die Torah, die Evangelien und der Koran genügend, um die Lehre Gottes zu erkennen und zu verstehen. Braucht man also keine weitere Religion (Weltsystem), wenn man selbst die Lehre lesen und befolgen kann.

>> allerdings definiert der Koran ja eindeutig, wie und wann man ein Gottergebener wird. Zwei Voraussetzung sind wichtig:

Diese schrieb ich dir ja auch schon.

>> 1. es gibt nur einen Gott

Ich glaube daran, nicht nur weil es im Koran so steht. Sondern sagen die Torah und die Bibel nichts anderes.

>> 2. ..und Muhammad ist sein Prophet

Na ja, das kann man ja nicht beweisen. Aber das ein Mann nach der Torah und den Evangelien gehandelt hat, und dann den Gottestempel in Mekka wieder von den Götzenbildern befreit hat, und das dies um 600 n.Chr. geschehen ist, das ist wissenschaftlich belegt. Ob es nun um einen Propheten gehandelt hat oder nicht, das kann ich nicht beurteilen. Aber das Resultat war sehr göttlich und kann durchaus von einem Propheten (Semitische Bedeutung des Wortes: Ein Mensch, der mit dem göttlichen kommunizieren kann) stammen. Und sonst müsste er ein grosses Wissen über die Ursprünge aller Religionen gehabt haben.

>> Für mich ist weder Muhammad ein Gesandter noch ist der Koran für mich auch keine Offenbarung.

Den Koran habe ich gelesen. Im Vergleich zur Torah und den Evangelien sehe ich keine Unterschiede in der Lehre selbst. Es ist, als hätte die eine und selbe Person (bzw. Gott) seine Ideen in drei verschiedenen Zeitabschnitten niedergeschrieben. Deshalb hindert mich nichts, auch den Koran als das Wort Gottes zu sehen. Warum kannst Du den Koran nicht als Offenbahrung sehen?

Beim Vergleich fällt mir nur auf, dass es immer wieder um eine Erinnerung an etwas geht, das schon seit Ewigkeit existieren muss.

>> Nach islam ist jeder ein kufar, der die Islamische Botschaft (mit allem drum und dran) nicht annimmt.

Eben genau das "drum und dran" ist es das den Unterschied macht. Das drum und dran ist eben nicht das, was schon seit ewig ist. Denn das kam erst mit der Zeit dazu. Zum Beispiel gab es zu Mohammed's Zeiten nicht die Säule, fünfmal am Tag zu beten. Damals sollte man jederzeit, wenn man gerade nichts tat, zu Gott beten. Und was man tat, sollte man (Gott-) bewusst machen. Und so gab es in allen Religionen menschliche Eingriffe zur Veränderung der einzigen Lehre Gottes. Deshalb haben wir ja meiner Meinung nach auch die Unterschiede zwischen den Religionen. Oder nicht?

Gruss
Ahmet





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