Re: Nur die 10 Gebote

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ben am 30. Januar 2006 12:00:

Als Antwort auf: Re: Nur die 10 Gebote geschrieben von Ahmet am 29. Januar 2006 16:51:10:

Hallo Ahmet,
da es nun langsam unübersichtlich wird, würde ich vorschlagen wir teilen unsere Diskussion etwas auf. Hier ging es ja ursprünglich um die 10 Gebote, dabei wollen wir auch beleiben. Zur Kreuzigung Jesu mach ich gleich ein neues Thema auf, ok?


>>Wenn Du das so siehst. Dann ist aber auch die Christliche Taufe ein Gesetz? Denn die Taufe ersetzte ab 312 n. Chr. die Beschneidung (Beitritt zum Neuen Bund).

>Ben: Ja und Nein. Jesus ruft zur Taufe auf, also ist es zumindest ein Schritt des Gehorsams, wenn man dies tut.
>Du schreibst hier, dass Jesus die Taufe eingeführt haben soll. Tat er das wirklich? Jene Taufe, zu der Jesus aufgerufen hatte, beabsichtigte nicht einen Beitritt zum neuen Bund. Es war das tägliche Reinheitsritual, das am Jordan bereits von Johannes dem Täufer ausgerufen wurde.

Nein, denn es geht dabei um unterschiedliche Dinge. Es stimmt, dass schon zu alttestamentlichen Zeiten Reinigungsbäder etc. üblich waren. Doch Johannes der Täufer nahm eine Sonderstellung ein, denn erstens hätte er ansonsten wohl nicht diesen Beinamen, zweitens würde Lukas vermutl. nicht mehrere Seiten über dessen Geschichte füllen. Was unterschied nun Johannes' Taufe von den bis dahin üblichen Waschungen? Seine Taufe war eine Folge auf das Sündenbekenntnis der Täuflinge, die auf seine Bußpredigt folgte. Es ging dabei um die Vergebung von Sünden!
Zudem weist er darauf hin, dass jemand nach ihm komme, der mit Geist und Feuer taufe.

Die Taufe in den ersten Gemeinden ist wieder etwas anderes (auch wenn äußerlich nicht davon zu unterschieden). Es gibt ja den bekannten Auftrag Jesu "Gehet [nun] hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Mt 28,19
Das war neu. Eine Taufe auf die Dreieinigkeit Gottes hat es bis dahin nicht gegeben.
A propos, wer oder was ist aus Deiner Sicht hier mit "Sohn" gemeint?


>Ben: Trotzdem ist die Taufe (wie die BEschneidung) nichts wert, wenn die Einstellung dazu nicht stimmt. Es ist ein äußeres Zeichen was die innere Einstellung wiedergeben soll. Die Taufe bringt mich nicht in den Himmel.
>…nicht in den Himmel - dem stimme ich zu (auch bei der Beschneidung). Aber was der Bund ausmacht, das möchte ich nicht als „nichts wert“ abtun, denn Gott alleine prüft uns, um zu sehen, wer sein Wort hält. Wer weiss, vielleicht ist es doch ein Kriterium? Das können wir beide nicht beurteilen.
>Sicher ist, dass es in unzähligen Kulturen die Beschneidung als religiösen Akt gab und die Taufe als Beitrittsritus keine biblischen Wurzeln hat.

Wie erklärst Du Dir folgende Aussage Jesu?
"Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." Mar 16,16


>Ben: Schauen wir einmal, was Jesus dazu sagt. z.B. in Mt 5,27 und 44
>"jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, [hat] schon Ehebruch mit ihr begangen [..] in seinem Herzen". "liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen" Das ist die verbindliche Interpretation der Gebote. Auf dem Stein steht "du sollst nicht ehebrechen". Was heisst das nun? Jesus sagts uns und bei allem Respekt, das Du dieses Gebot immer halten kannst, glaube ich Dir nicht!

>Wie bitte? Ich soll dieses Gebot nicht halten können? Willst Du mir damit klarmachen, dass ich andere Frauen begehre, wenn ich schon selbst eine Frau an meiner Seite habe? Keine Sorge, Ben, das hatte ich bisher schon im Griff. Ich kann Dir versichern, dass ich nie, auch nie im Kopf andere Frauen begehrt habe, bzw. fremdgegangen bin. Sag niemals nie heisst es so schön, aber bisher Gott sei dank, stehe ich über solchen Dingen. Aber du scheinst damit nicht klar zu kommen. Sonst hättest Du das nicht erwähnen müssen. Oder?

Vielleicht haben wir unterschiedl. Vorstellungen davon, was es heisst eine Frau anzusehen, sie zu begehren. Ist aber eigentlich auch unwichtig, denn dass Zentrale sagst Du bereits im nächsten Satz:

>Sicher bin auch ich nicht ohne Sünde, aber die Zehn Gebote versuche ich nach meinem Wissen und Gewissen zu halten. Es ist das wichtigste im Leben, das für Gott getan werden kann.

Du bist nicht ohne Sünde. Richtig. Ich auch nicht. Das ist erstmal sehr wichtig zu erkennen. Es stellt sich nun die Frage, wohin mit der Sünde? Was machst Du, um Gott trotz Deiner Sünden zu gefallen? Versuchst Du, Deine schlechten Taten durch besonders viel Gutes wieder aufzuwiegen? Opferst du regelmäßig Tiere, wie Gott es den Mitgliedern das alten Bundes vorschrieb?


Mfg - Ben





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