Re: Warum gerade ein Kreuz?
Geschrieben von karpetinger am 28. Januar 2006 23:02:
Als Antwort auf: Re: Warum gerade ein Kreuz? geschrieben von Rudi am 26. Januar 2006 01:35:
>So, weil dies mein erster Post ist, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Rudi und ich beschäftige mich sehr gerne mit Theologie. Z.z. bin ich auf einer Art spirituellen Selbstpfindungsphase. Ich bin teils Christ, teils Unentschlossener. Christ, weil ich ein wenig daran glaube, dass Jesus Gott ist, und Unentschlossener, weil ich, obwohl ich christlich erzogen bin und meine Mutter Christ ist, mich nicht vollkommen für diesen Glauben entscheiden kann. Der Glaube gibt mir zwar Hoffnung und eine interessante Ideologie, ist aber dennoch kein Beweis für die Wahrheit.
>Je mehr ich mich mit Religion beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass, wenn es einen Gott gibt, dass man diesen niemals finden kann, wenn er einem dabei nicht hilft. Es gibt so viele unterschiedliche Glaubensrichtungen, Religionen und Sekten, die sich unterscheiden und alle vom Prinzip möglich wären, dass man keine Zeit hätte, selbst, wenn man sein ganzes Leben dafür hergibt, sie auf Richtigkeit zu überprüfen.
>Früher dachte ich anders. Und so wie es aussieht, ist es hoffnungslos, wenn Gott mich nicht mag und mir nicht helfen will, ihn zu finden oder stückweit zu begreifen und zu verstehen. Daher hoffe ich, dass, wenn es einen Gott gibt, dass dieser sich mir aus seiner Gnade offenbart.
>Da ihr mich nun besser kennt, schlage ich vor, dass wir zum eigentlichem Thema kommen.
>So,
>
>>Was bedeutet für dich das Kreuz?
>Weil ich es direkt mit Jesus Christus verbinde, viel. Das Kreuz ist ein Symbol des Todes. Es erinnert daran, dass Jesus irgendwann mal auf der Erde für die Sünden der Menschen starb, damit alle Menschen vom Tod frei sind, die ihn im Glauben in ihr Herz aufnehmen.
>>Warum glaubst Du an das Kreuz?
>Das ist eine gute Frage, und eigentlich bei mir selber die Streitfrage Nr. 1. Obwohl ich keinen echten Beweis habe, dass Jesus der in Mensch gewordene Gott ist, tu ich es. Mit Beweis meine ich nicht, das Fehlen an persönlichen Erfahrungen in diesem Zusammenhang, sondern rational verständliche Gründe, die ich einem nenen könnte, damit er mich besser nachvollziehen könnte. Es ist halt nur so, dass, wenn ich an Jesus glaube, ich eine Hoffnung habe und spührbar fühle, dass diese Hoffnung mir sehr stark im Leben weiterhilft. Es gab Zeiten, wo ich diese Hoffnunung mit Füßen trat und sie in mir für kurze Zeit erlosch. Das waren ebenfalls seelisch die schlimmsten Tage meines Lebens. Daher, lieber hoffen und glauben, was man nicht versteht, es einem hilft, statt, etwas anderrs zu tun, was du vielleicht versteht, es dir aber nicht hilft.
>>Ist das ein Weg, sich zum Glauben zu bekennen?
>Das Kreuz ist nur ein Symbol wie jedes andere auch, selbst wie das Hakenkreuz. Es kommt immer drauf an, was du damit verbindest. Es ist auch falsch anzunehmen, dass, wer in die Kirche geht, sich automatisch zu Christus bekennt und an ihn glaubt. Selbst wenn man sagt, dass man dies tut, aber nicht wirklich im Herzen tut, ist das sinnlos. Ein Weg sich zu Christus zu bekennen ist nicht Kreuze am Körper zu tragen oder zur Kirche zu gehen, sondern einfach an Christus zu glauben und das Kreuz als Erinnerungshilfe zu benutzen, dass Jesus, an den du glaubst, das tat, was den Kern deines Glaubens ausmacht, nämlich das Leiden für die Sünden am Kreuz.
>>Was bewirkt ein Kreuz in unserer Gesellschaft?
>Heute eigenltich überhaupt nichts mehr, was mit Glauben zu tun hat. Es ist ein traditionelles Symbol wie jedes andere auch, womit man schlechte Erfahrungen oder Geschichten wie auch ein paar gute damit verbindet. Man hängt es meistens nur aus Dekorationszwecken auf und beschäftigt sich nicht mehr viel damit.
>Finde ich persönlich sehr traurig, denn eine Gesellschaft ohne Ideologie und einem vernümpftigen Wertesystem ist dem Untergang geweiht. Daher glaube ich auch, dass dies der Grund ist, warum es Deutschland so schlecht geht. Die Werte und die Ethik sind runtergegangen und was geblieben ist, ist der Egoismus. Die Anbetung des eigenen Ichs.
>Naja,....hoffen wir mal, dass sich das schnell ändert und die Menschen anfangen sich wieder mehr für Religion zu beschäftigen.
Früher dachte ich anders. Und so wie es aussieht, ist es hoffnungslos, wenn Gott mich nicht mag und mir nicht helfen will, ihn zu finden oder stückweit zu begreifen und zu verstehen. Daher hoffe ich, dass, wenn es einen Gott gibt, dass dieser sich mir aus seiner Gnade offenbart.
Da ihr mich nun besser kennt, schlage ich vor, dass wir zum eigentlichem Thema kommen.
So,
so wie es aussieht, ist deine erwartungshaltung in sachen gott, sehr hoch.
nur liegt die erwartung, in keinem verhältnis zur realität.
du solltest nicht gerade gott für deine unzufriedenheit verantwortlich machen wollen.
lerne zu glauben"! und du wirst erfahren". sehr abgedroschen, aber ist was dran.
mfg