Re: Indoeuropäer die ersten Frauendiskriminierer?
Geschrieben von Emilia am 16. März 2005 21:47:
Als Antwort auf: Indoeuropäer die ersten Frauendiskriminierer? geschrieben von Ahmet am 16. März 2005 17:00:49:
Hallo Ahmet!
Danke für Deine ausführlichen Infos, war interessant nachzulesen.
Ich habe mich (abseits von:Frauen sind die besseren Menschen/Gesellschaftsf.)
etwas mit der Matriachatsforschung beschäftigt.
Sie bezieht sich neben der Skulpturenfunde auch auf die Gräberkultur, die
sich stark von der patriachalen Gräberk. unterscheidet.
Interessant ist,daß alle matr. Symbole, die vorher als heilig galten bzw.eine gew. Wichtigkeit hatten, in patriachalen Gesellschaften als unrein oder böse
(d.Schlange, Geburt u.ähnliche Vorgänge) bewertet wurden.
Der Übergang v.Matriachat zu Patriachat ging nicht nur mit der Minder-
bewertung von Frauen einher, sondern wurde auch mit einer gewalttätigen
Konsiquenz alles Weibliche zu untergraben, wie z.B die Genitalverstümmelung
an Frauen, die ja eine uralte Tradition hat, durchgeführt.
Man fragt sich welche Motive oder Ängste die damaligen Gesellschaften trieben,
daß sich so eine Unkultur gegen Frauen etablieren konnte, und ob der Kult der
großen Mutter für die Männer der damaligen Zeit eine Art Bedrohung darstellte,
die diese Verachtung zumindest Ansatzweise erklären könnte.
Auch in den monoth. Religionen wird Gott immer männlich definiert:
Gott Vater ,Herr ,oder er;
Das finde ich grundsätzl. legitim, es gibt eben ein männliches u. weibliches
Prinzip(auf Gott nicht personifiziert gemeint), aber das weibliche P.
wird irgendwie als schwach definiert. Das kommt mir in Anbetracht dessen,das Frauen Kinder zu Welt bringen können, also eine kraftvoll-weibliche Eigensschaft, fast unglaublich vor.
Man könnte sich fragen, wo dieses eigenständige, kraftvoll weibliche Prinzip
in den Religionen hinverschwunden ist.
Grüße Emilia