Probleme bei der Übersetzung des Koran - Probleme beim Verstehen des Koran

Die Ewige Religion

Geschrieben von nour iman am 14. September 2004 09:45:56:

Als Antwort auf: Schlagt den Ungläubigen die Köpfe ab! geschrieben von Walhallah ! am 13. September 2004 18:53:44:

Der Koran ist das heilige Buch des Islam und bedeutet wörtlich "das oft Gelesene" oder "Rezitation".
Der Koran gilt als das authentische Wort Gottes, das dem Propheten Muhammed in arabischer Sprache offenbart wurde. Die Quran-Offenbarung wurde dem Propheten Mohammad (s.s.) vom Erzengel Gabriel zwischen dem Jahr 610 und 632 in arabischer Sprache übermittelt.


Es ist üblich geworden, Koran-Zitate nicht nur aus dem Zusammenhang gerissen zu zitieren, sondern auch abseits des zeitlichen Kontextes der Herabsendung und ohne Beachtung der Gründe für deren Offenbarung asbab al-nuzul- Gründe für die Offenbarung

Bei vielen Versen handelt es sich um spezifische Anweisungen an die Gläubigen zur Zeit der Offenbarung in ihrer Auseinandersetzung mit den Götzendienern.
Diese Mushrikin, fügten der islamischen „Urgemeinde“ und deren Anhänger Leid zu, erniedrigten, demütigten, verfolgten und töteten.
Trotzdem harrten die ersten Muslime geduldig mehr als zehn Jahre aus, bis Gott ihnen den Befehl gab, sich zur Wehr setzen zu dürfen
Aus diesem Blickwinkel sind Verse wie
„... tötet sie, wo immer ihr sie findet ...“ zu verstehen.
Und oft wird hier der Vers einfach aus dem Kontext gerissen und das typische Bild, des terroristischen Islams wieder dargestellt.
Als Folge wird hier eine Aggressionsbereitschaft des Islam abgeleitet.
Würde man daraus eine allgemeine Aggressionsbereitschaft des Islam ableiten wollen, wäre das genauso, als wollte man Jesus zum Kriegstreiber erklären, weil er dereinst sagte
„Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Mt 10,34)

Es gibt teilweise unterschiedliche, aus muslimischer Sicht nicht immer ganz zufriedenstellende Übersetzungen des arabischen Koran-Originals.
Jede Übersetzung ist bereits eine Form der Interpretation.
Viele Übersetzungen, die von Nichtmuslimen stammen, sind nicht frei von Voreingenommenheit, in Ermangelung der Kenntnis islamischer Denkweisen und theologischer wie geschichtlicher Zusammenhänge
und naturgemäß von der Einstellung des (meist westlichen) Übersetzers gefärbt.






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